Netzwerk: IP-Adressen richtig vergeben
Unter IP hat jeder Netzteilnehmer eine einmalige Internet-Adresse, die oft auch als IP-Nummer bezeichnet wird. Diese Internet-Adresse ist ein 32-Bit-Wert (4 Byte), der zur besseren Lesbarkeit immer in vier durch Punkte getrennte Dezimalzahlen angegeben wird. Beispiel: 192.65.1.12 Ähnlich wie auch Telefonnummern sich aus Vorwahl und Teilnehmerrufnummer zusammensetzen, besteht die Internet-Adresse aus zwei Teilen: der Netzwerk-Adresse und der Host-Adresse (Teilnehmer). Dadurch ist es möglich, ein (großes) Netzwerk in mehrere Segmente aufzuteilen, die dann durch Router untereinander verbunden werden. Welcher Teil der IP-Adresse zur Net-ID und welcher zur Host-ID gehört, hängt von der Größe des Netzes ab. Zur Adressierung unterscheidet man drei Netzwerkklassen:
Class A: (sehr große Netzwerke) Byte 1: Netzwerk-Adresse / erstes Bit = 0 Die Netzwerk-Adressen 0 (Null) und 127 dürfen nicht vergeben werden, sie sind für Verwaltungsanwendungen reserviert. Byte 2 - 4 = Host-Addresse Die Host-Adressen alle Bits auf 0 (xxx.0.0.0) und alle Bits auf 1 (xxx.255.255.255) dürfen nicht vergeben werden, sie sind für Verwaltungsanwendungen reserviert (bei allen Klassen!) Möglicher Adressrahmen: 1.xxx.xxx.xxx – 126.xxx.xxx.xxx Subnet-Mask: 255.0.0.0 Anzahl möglicher Netzwerke: 126 Anzahl möglicher Teilnehmer pro Netzwerk: 16.387.064
Class B: (große Netzwerke) Byte 1 - 2: Netzwerk-Adresse / erste beiden Bit = 10 Byte 3 - 4 = Host-Addresse Einschränkungen siehe Class A! Möglicher Adressrahmen: 128.0.xxx.xxx – 191.255.xxx.xxx Subnet-Mask: 255.255.0.0 Anzahl möglicher Netzwerke: 16.384 Anzahl möglicher Teilnehmer pro Netzwerk: 64.516
Class C: (normale Netzwerke) Byte 1 - 3: Netzwerk-Adresse / erste drei Bit = 110 Byte 4 = Host-Addresse Einschränkungen siehe Class A! Möglicher Adressrahmen: 192.0.0.xxx – 223.255.255.xxx Subnet-Mask: 255.255.255.0 Anzahl möglicher Netzwerke: 2.015.775 Anzahl möglicher Teilnehmer pro Netzwerk: 254
Neben den hier aufgeführten Netzen gibt es auch noch Class-D und Class-E-Netze, deren Adressbereiche oberhalb der Class-C-Netze liegen. Class-D-Netze und Class-E-Netze haben in der Praxis wenig Bedeutung, da sie nur zu Forschungszwecken und für Sonderaufgaben verwendet werden. Der normale Internetbenutzer kommt mit diesen Netzwerkklassen nicht in Berührung.
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